Kurztrip Warschau – Tipps für deine Städtereise

Warschau ist die größte Stadt in Polen und zu Recht auch die Hauptstadt. Die Stadt selber kann gegensätzlicher nicht sein. Auf der einen Seite ist sie eine hochmoderne Stadt, die mit modernsten Wolkenkratzern aufwarten kann, und auf der anderen Seite ist sie fest in ihrer Vergangenheit verwurzelt. Ein Besuch dieser wunderbaren Stadt mit ihrer lebendigen Vergangenheit ist absolut zu empfehlen.

Łazienki-Park (Park der Bäder)

Der Lazienki-Park ist der größte Park in Warschau. Er umfasst ca. 80 ha Fläche. Der Park wurde nach einem Badepavillion benannt. Die wichtigsten Gebäude der Parkanlage, wie der Palast auf dem Wasser, das Theater auf der Insel und das Sobieski-Denkmal sind um und in dem Lazienki-See gebaut. Leider wurden in den Kriegsjahren die meisten Gebäude zerstört, konnten aber in den Nachkriegsjahren sehr gut wiederaufgebaut werden. Der Park ist wunderschön und auch im Winter einen Besuch wert. Er bietet eine sehr schöne Mischung aus Kultur und Erholung. Besonders beliebt sind die Chopinkonzerte.

Altstadt von Warschau

Die Altstadt von Warschau ist der älteste Teil der polnischen Hauptstadt. Sie wurde 1980 zum Weltkulturerbe ernannt. Sie wurde im 2. Weltkrieg total zerstört und nur mit Hilfe von Kunsthistorikern wieder liebevoll rekonstruiert. Das Zentrum ist der Old Town Market Place. Hier befinden sich zahlreiche Geschäfte, Cafés, Bars und Restaurants. In den kleinen Gassen wird der Besucher in das Mittelalter zurückversetzt und erliegt dem Charme dieser wundervollen Altstadt. Die Restaurants sind sehr preisgünstig und das Essen ist sehr gut. Besonders lohnenswert ist ein Besuch zur Weihnachtszeit. Von Anfang Dezember wird die gesamte Altstadt mit einer wunderschönen Weihnachtsdekoration geschmückt und es gibt überall verteilt kleine Weihnachtsmärkte.

Museum des Warschauer Aufstandes

Ein besonderes Museum ist das Museum des Warschauer Aufstandes. Es erzählt von dem Aufstand der vom 1. August bis zum 2. Oktober 1944 ging. Der Sitz des Museums ist ein ehemaliges Straßenbahn-Elektrizitätswerk. Es wurde nach dem Beschluss 2003 in einem gewaltigen Kraftakt am 31. Juli 2004 eröffnet. Allerdings war da erst ein kleiner Teil des Museums fertiggestellt, doch die Regierung bestand auf dieses Datum, weil sich am 1. August der Jahrestag des Aufstands zum 60-mal jährte. Erst im Oktober konnte das Museum für die Öffentlichkeit eröffnet werden. Die Idee für das Museum entstand schon viel früher. Aus politischen Gründen wurde die Durchführung nicht realisiert.
Das Museum ist zu einem wichtigen Ort des Gedenkens und der Erinnerung geworden.

Altstädtischer Markt von Warschau (Rynek Starego Miasta)

Der Altstädtische Marktplatz wurde im 13. Jahrhundert errichtet. Heutzutage findet man dort hauptsächlich Cafés und Restaurants, die polnische Spezialitäten anbieten. Er ist im Sommer ein sehr beliebter und somit auch sehr gut besuchter Platz. Drehorgelspieler, Maler und andere Künstler nutzen diesen Platz gern um sich ein wenig Geld zu verdienen. Die Aussicht auf die wunderschönen alten Häuser ist einzigartig.

POLIN Museum of the History of Polish Jews

Das Museum der Geschichte der polnischen Juden ist eine Dauerausstellung, die sich mit der 1000-jährigen Geschichte der polnischen Juden auseinandersetzt. Es gilt als ein Ort der Begegnung um das Verständnis für das Leben der Juden und ihrer Kultur zu verbessern. Die Idee zu solch einem Museum entstand 1997. Die Stadt stellte damals das noch einzige nicht bebaute Grundstück zur Verfügung. 2016 wurde dem Museum der European Museum of the Year Award verliehen.

Castle Square (Plac Zamkowy)

Eine weitere Sehenswürdigkeit ist der Schlossplatz. Er liegt direkt vor dem Königsschloss. Er ist der Ausgangspunkt für einen Bummel durch die Altstadt. In der Mitte des Platzes steht die ca. 22 Meter hohe Sigismund Säule. Diese wurde 1644 errichtet. Sie ist aus Bronze und ist König Sigismund III gewidmet. Durch ihn wurde Warschau zur Hauptstadt von Polen. Es ist das älteste Denkmal, welches keinen kirchlichen Hintergrund hat.

Krakowskie Przedmiescie

Vom Schlossplatz aus gelangt man auf die Flaniermeile von Warschau. Sie verbindet die Altstadt mit dem eigentlichen Stadtzentrum. Auf dieser Flaniermeile befinden sich die schönsten Kirchen, Paläste und Shoppingläden. Sie ist eine der Straßen, die den Königsweg bilden. Mit dem Auto darf sie allerdings nicht befahren werden, so dass dort überwiegend nur Spaziergänger zu finden sind. Eben eine Flaniermeile.

Schloss Wilanow in Warschau

Der Palast von Wilanow wurde 1677 erbaut. Nach dem 2. Weltkrieg wurde der Palast verstaatlicht und befindet sich noch immer im staatlichen Eigentum. Sehenswert ist das einzigartige Plakatmuseum. Der Palast ist für die Öffentlichkeit zur Besichtigung frei gegeben. Die romantische Parkanlage lädt zum gemütlichen Spaziergängen ein. Für Hochzeitspaare wartet der Park mit einer atemberaubenden Kulisse auf. Im Winter bietet der Palast ein besonderes Schauspiel. Er wird von vielen Lichtern angestrahlt, die den Eindruck erwecken, dass der Palast sehr lebendig ist.

Royal Castle

Das Königsschloss von Warschau ist eine sehr gut gelungene Rekonstruktion des Alten Schlosses, denn es wurde im 2. Weltkrieg sehr stark zerstört und die Überreste hat man gesprengt. Die Inneneinrichtung konnte damals durch Museumsangestellte gerettet werden, so dass diese noch im Original zu besichtigen ist. Der Wiederaufbau konnte nur mit Hilfe von privaten Spenden gelingen. Das Königsschloss liegt am südlichen Ende der Altstadt.

Monument to the Warsaw Uprising Fighters

Dieses Denkmal erinnert an den Warschauer Aufstand 1944. Dieser Aufstand war eins der bedeutendsten und schlimmsten Ereignisse in der Geschichte von Polen. Es befindet sich direkt vor dem Gebäude des Obersten Gerichtshofs. Es besteht aus Bronze und ist in zwei Teile geteilt. Das größere Teil des Denkmals zeigt eine Gruppe von Widerstandskämpfern im Kampf. Das kleinere zeigt eine Gruppe von Aufständischen, die das Abwassersystem für ihre Bewegungen und für die Flucht von 5300 Widerstandskämpfern nutzten.