Kurztrip Dublin – Tipps für deine Städtereise

Dublin ist die Hauptstadt und zugleich größte Stadt Irlands. Die charmante Wikingerstadt ist berühmt für ihre urigen Pubs und die gastfreundlichen Menschen. Überall sind die Spuren keltischer Geschichte zu spüren und stellen einen aufregenden Kontrast zur modernen und kreativen Seite Dublins dar.

Guinness Storehouse

Das Guinness Storehouse ist Teil der ursprünglichen Arthur Guiness Brauerei aus dem Jahr 1759 und bringt dem Besucher die Geschichte des berühmten schwarzen Biers näher. In Ausstellungen kann der Herstellungsprozess verfolgt und sich gleichzeitig über die historischen Transportmittel schlau gemacht werden. Daneben darf auch über skurrile Fakten und Ereignisse wie den auf 9000 Jahre ausgelegten Pachtvertrag und das ständige Anbohren der Guiness-Pipeline geschmunzelt werden. Selbstverständlich ist am Ende der Besichtigung ein frisch gezapftes „Pint Guiness“ im Eintrittspreis enthalten.

St. Patrick´s Cathedral

St. Patrick´s Cathedral zählt zu den Wahrzeichen von Dublin und ist eines der bemerkenswertesten Bauwerke dieser Stadt. Entstanden ist Kathedrale der Legende nach im 5. Jahrhundert aus einer kleinen Kapelle, in welcher der Heilige Patrick die Menschen persönlich taufte. Erst 1191 wurde an deren Stelle eine Kirche aus Stein errichtet, die im 13 Jahrhundert durch Umbauten ihr jetziges Aussehen erhielt. Heute findet der Besucher dort die unterschiedlichsten Monumente und Statuen vor, die ihm viele Jahrhunderte irischer Geschichte vergegenwärtigen. So können u.a. das Grab des Satirikers Jonathan Swift (Gullivers Reisen) und das Denkmal zu Ehren von Irlands letzten Barden Turlough O´Carolan besichtigt werden.

Temple Bar

Das Stadtviertel Temple Bar ist das kulturelle Herz und Vergnügungsviertel Dublins. Es befindet sich am Südufer des Flusses Liffey und beherbergt in seinen engen Gassen und Straßen zahlreiche Pubs, Cafés, Restaurants, Souvenirshops sowie Bühnen für Theatervorstellungen und Live-Musik. Neben den Straßenkünstlern lassen auch Märkte und Ausstellungen hier eine bunte und fröhliche Atmosphäre entstehen. Wer in Ruhe in den kleinen Buchläden oder Kunstgalerien stöbern möchte, sollte das Viertel tagsüber besuchen, bevor es sich am Abend zur gut gefüllten Party-Meile verwandelt.

National Museum

Mit dem National Museum ist in der Regel das National Museum of Archaelogy und History in der Kildare Street, Dublin 2 gemeint. Es wurde 1890 eröffnet und zeigt Sammlungen irischer Kultur und archäologischer Funde. Dazu zählen Exponate des keltischen und mittelalterlichen Kunstgewerbes wie der „Kelch von Ardagh“ und die „Tara-Brosche“. Daneben hält das Museum viel Informationsmaterial über die Zeit der Wikinger in Irland bereit und zeichnet anhand der Galerie „The Road to Independence“ in beindruckender Weise die Dramatik des Unabhängigkeitskampfes nach.

Dublin Castle

Dublin Castle wurde im Jahre 1171 als Festungsanlage errichtet, seitdem wurde die Burg ständig umgebaut und erweitert, so dass sie sich im Laufe der Jahrhunderte zum prachtvollen Schloss entwickelte. Gleichermaßen wie sich das Erscheinungsbild der Festung über die Jahre wandelte, veränderte sich auch ihre Nutzung. So diente Dublin Castle bereits als militärisches Fort, Gefängnis, Schatzkammer und Gerichtsgebäude sowie als Sitz der englischen Verwaltung. Heute bildet das prunkvolle Castle häufig den äußeren Rahmen für wichtige Staatsempfänge und ist in vielen Bereichen zur Besichtigung frei gegeben. Dazu gehören die State Apartments und Führungen durch den Untergrund, wo die Fundamente der historischen Stadtmauer und des Pulverturms zu sehen sind. Auch die königliche, im gotischen Stil errichtete Kapelle „Chapel Royal“ ist für Besucher geöffnet.

Trinity College und Trinity College Library

Das Trinity College wurde 1592 von Elisabeth I gegründet und ist eines der schönsten und ältesten in Dublin. Der berühmteste Teil des Colleges ist der Innenhof, der „Parliament Square“ mit seinem 30 Meter hohen Glockenturm, der 1853 von Sir Charles Lanyon errichtet wurde. Das rechts des Innenhofs stehende Gebäude beherbergt einen weiteren Besuchermagnet, die „Old Library“, in der rund 200 000 Bücher von unschätzbarem Wert untergebracht sind. Besonderer Anziehungspunkt dieser Bibliothek ist das dort ausgestellte „Book of Kells. Das wertvolle, aus dem achten Jahrhundert stammende, Evangelium kann in einem separaten Raum, aufgeschlagen unter einer Glasplatte betrachtet werden.

National Gallery

In der 1854 gegründeten National Gallery befinden sich mehr als 15 000 Gemälde und Kunstwerke der bedeutendsten irischen und europäischen Künstler. Dazu zählen u. a. Goya, Rembrandt, Picasso und Monet. Die verschiedenen Ausstellungen sind in Themenbereiche aufgeteilt oder widmen sich einzelnen Künstlern, z. B. dem irischen Maler Jack B. Yeats. Einer der größten Schätze des Museums stellt „Die Gefangennahme Christi“ (1602) dar, ein Gemälde von Caravaggio, das lange als verschollen galt, bevor es in Dublin überraschend wieder auftauchte.

Kilmainhan Gaol

Kilmainhan Gaol ist das frühere Staatsgefängnis von Irland. Es wurde 1795 erbaut und bis zu seiner Schließung 1925 hat jeder nennenswerte irische Freiheitskämpfer dort gesessen oder wurde sogar hingerichtet. Deshalb gilt es heute als nationale Gedenkstätte. Das damals nach neusten Konzepten erbaute Gefängnis zeichnete sich durch sehr schlechte Haftbedingungen aus, welche die Erziehungsmaßnahmen der Gefangenen unterstützen sollten. Die sehr kleinen, dunklen Zellen mit den groben Steinwänden haben in den dicken Stahltüren ein Guckloch, dass die Überwachung der Häftlinge zu jeder Zeit möglich machte. Eine Besichtigungstour durch Kilmainhan Gaol umfasst nicht nur das Innere des Gefängnisses, sondern auch den Exekutionshof, auf dem nach dem Osteraufstand 1916 deren Anführer erschossen wurden.

St. Stephen´s Green

St. Stephen´s Green ist Dublins größter und bekanntester Park. Im Mittelalter diente die Grünfläche als Weideland für Schafe und Kühe. Erst 1815 wurde etwas vom Gelände eingezäunt und zur Bebauung freigegeben. Anfangs wurde der Park nur von den Anwohnern genutzt, erst 1880 richtete ihn Baron Ardilaun zum öffentlichen Park her. Die gepflegte Anlage mit ihren Teichen und den romantischen Springbrunnen, lockt bei schönem Wetter zahlreiche Besucher an. Hier lässt es sich unter schattigen Bäumen, auf schmalen Wegen herrlich Spazierengehen und auf den großzügigen Rasenflächen oder den zahlreichen Bänken Pause machen. In den Sommermonaten ist es gar nicht so selten, dass im Park Musik erklingt, wenn Kapellen oder andere Formationen in den kleinen Pavillons ihr Können zum Besten geben.

Phoenix Park

Der Phoenix Park ist der größte Stadtpark Europas und wird von den Dublinern gern als Naherholungsgebiet genutzt. Er entstand aus einem exklusiven Jagdrevier des 17. Jahrhunderts und bietet viel Abwechslung und Entspannung für die gestressten Städter. Sein Bild ist geprägt von Joggern, Reitern, Radfahrern und Hundebesitzern und er ist Austragungsort zahlreicher Sportveranstaltungen wie dem „Phoenix Park Run“. Daneben bietet der Park seinen Besuchern noch weitere Attraktionen, z. B. den Dublin Zoo, das 62 Meter hohe Wellington Monument oder die jährlich im Sommer stattfindende Gartenbauausstellung „Bloom“.