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Extreme Blind Booking: ins Flugzeug, ohne zu wissen wohin

Wir hatten schon oft darüber geredet, was für ein cooler Urlaub es wäre, einfach in ein Flugzeug zu steigen ohne zu wissen wohin es geht – Blind Booking auf die Spitze getrieben. Das faszinierende daran ist, möglichst spät zu erfahren wo man den Urlaub verbringt, alles einfach auf sich zukommen zu lassen und einen abenteuerlichen Kurztrip zu erleben. Ähnlich wie Olli Schulz in der TV Serie „Schulz in a box“ wo er in einer Kiste ausgesetzt wird, ohne zu wissen wo er ist.

Frei nach unserem Motto “Einfach mal raus” habe ich (Kevin) nicht lange gefackelt und für 4 Freunde eine eigene Blind Booking Reise organisiert. Nur ich wusste den Zielort und das sollte auch möglichst lange so bleiben 🙂

Daraus ist auch die Idee von blookery entstanden.

Die Vorbereitung

Mit einer doodle Umfrage (doodle.com, super easy) haben wir einfach ein Wochenende gefunden an dem alle konnten. Anschließend schaute ich nach passenden Flügen und einer Unterkunft. Nach einer etwas längeren Recherche im Internet hatte ich dann auch was passendes gefunden, stimmte es kurz mit den Jungs ab und von dort an hieß es warten bis zum Urlaubsbeginn …

… (<– extra Punkte, weil wir wirklich lange, also einige Wochen warten mussten)

Der Überraschungsurlaub beginnt

Endlich war es dann soweit, der große Tag war gekommen. Wir trafen uns bei uns im Büro und ich habe noch schnell ein paar Euro eingesammelt um den Jungs exklusive Überraschungspakete zu schnüren (bestehend aus Konfetti, Rum Cola und Kölsch) – sehr zu empfehlen, die Freude war groß.

Anschließend sind wir dann zum Flughafen gefahren. Alle ausser mir immer noch unwissend wohin es geht.

Damit auch wirklich erst jeder am Flughafen-Gate erfährt wohin die Reise geht, habe ich die Boardingkarten rafiniert manipuliert (a.k.a. übermalt), so dass der Zielort nicht mehr darauf zu finden war. Dann hieß es ab durch die Sicherheitskontrolle, wir hatten schon unsere Befürchtungen, was der Sicherheitsbeauftragte wohl dazu sagt. In der Tat schaute er uns stutzig an und fragte: “Wohin fliegt ihr denn?”. Wir blieben einfach ehrlich und antworteten lachend: “Wir wissen es selbst nicht, wir machen Blind Booking! :)”. Er fand es cool, machte seinen Check mit der Flugnummer und dem Barcode und ließ uns durch. Puh, geschafft, darauf mussten wir anschließend natürlich noch mit dem ein oder anderen Kölsch anstoßen.

Schließlich am Gate angekommen hat es dann einen von uns erwischt – Holger hatte auf dem Bildschirm am Gate gesehen wohin es geht. Er freute sich, das war zumindest schonmal ein gutes Zeichen. Pierre, André und Jannis waren noch im Rennen und verkniffen sich mit Kopfhörern und lauter Musik jeden Blick Richtung Bildschirm. So schafften es die 3 bis ins Flugzeug ohne zu wissen wohin es geht. Wirklich bis ins Flugzeug? Jein.

Sie wollen schon nach Rom oder?

Pierre und Jannis saßen schon im Flieger, als André auch dazu kam und sich etwas über den Steward ärgerte: „Man ey hat der euch auch gefragt ob ihr denn nach Rom wollt?“ (auf den Boardingpässen hatte ich es ja entfernt).

Jannis und Pierre hielten es zunächst für einen Scherz und meinten nur „haha netter Versuch“. Aber als wir dann in der Luft waren und die Boardbesatzung auch noch Italienisch sprach dämmerte es den beiden auch, dass es vielleicht doch kein Scherz war…

Damit hatte es auch die letzten beiden erwischt, immerhin waren wir schon in der Luft. Und sie haben sich natürlich trotzdem riesig gefreut – Rom, yeaaahhh!

Flunky Ball in Rom

In Rom angekommen, nahmen wir den Flughafen Bus (Terravision) der uns direkt zum Bahnhof Termini (Rom Hauptbahnhof) brachte. Unsere Unterkunft war nicht weit entfernt, sodass wir das letzte Stück zu Fuss gegangen sind. Wir checkten schnell in der Pension ein, legten unsere Sachen ab, nahmen eine schnelle Dusche und lernten das Nachtleben von Rom kennen.

Hier nutzen wir die App “Spotted by Locals”, die uns zum Studentenviertel in Rom brachte. Dort gab es einen Platz wo ziemlich viele Leute eine Menge Spaß zu haben schienen. Zu unserer Freude gab es eine Gruppe die Flunky Ball spielen wollte, wo wir uns natürlich direkt angeschlossen haben. Flunky Ball ist ein, zumindest in Köln, sehr beliebtes Trinkspiel, was in etwa so funktioniert: Zwei Teams probieren abwechselnd eine Flasche umzuwerfen und trinken während das andere Team die Flasche wieder aufstellt 😀

Anschließend sind wir noch mit einigen Italienern weiter durch die Straßen gezogen. Echt ein richtig cooler erster Tag!

Der nächste Tag – EM 2016 Viertelfinale Deutschland gegen Italien

Das war schon ein verdammt gutes Los, was wir gezogen hatten: genau an dem Wochenende spielte Deutschland bei der EM gegen Italien.

Ich wusste ja schon vorher Bescheid, dass wir gemeinsam nach Rom fliegen und als klar wurde, dass wir da gegen Italien spielen hätte ich mich den anderen Gegenüber fast verquatscht und es verraten – zum Glück nur fast.
Demnach trugen wir an diesem Tag unser Deutschland Trikot und machten das typische Rom Sightseeing. Vom Vatikan zum Colloseum bis zum Trevi-Brunnen. Rom ist wirklich wunderschön. Ein super Ziel für einen Kurztrip!

Mauern

Petersdom

Gokart fahren in Rom

 

Weil wir unser Deutschland Trikot trugen wurden wir natürlich sehr oft angesprochen und machten ein paar Späße mit den Italienern, und diese mit uns :).

Die Jungs - blind booking Rom

Das Spiel – Public Viewing in Italien

Public ViewingAbends, bei der Liveübertragung des Spiels waren wir im Trastevere Viertel wo wir via Puplic Viewing das Spiel verfolgten. Was für eine Stimmung. Fußball ist wichtig in Italien – sehr wichtig. Ein Meer aus Fahnen und blauen Trikots und wir mit unseren Deutschland Trikots mitten drin. Wer es noch weiß, 7:6 nach Elfmeterschießen für Deutschland. Bei Toren für Italien haben wir die ein oder andere unfreiwillige Bierdusche abbekommen, aber alles unproblematisch. Es war eine super Stimmung vor Ort und die Spannung beim Elfmeterschießen war nicht auszuhalten. Nach dem hart erkämpften Sieg feierten wir noch mit anderen netten Deutschen (und auch mit den Italienern zusammen) lang in den nächsten Morgen hinein.

Snowboardrodeo in Rom

„Snowboardrodeo“ nach dem Deutschlandspiel

Feiern nach dem Deutschland spiel - blind booking Rom

L für … ähh legendär und lustig


Letzter Tag in Rom

Am letzten Tag, setzten wir uns einfach in den Touri Hop-On Hop-Off Bus, fuhren durch Rom und ließen uns über Kopfhörer mehr über die Stadt erzählen. Wir suchten uns noch über Google Maps eine gut bewertete Eisdiele raus, da wir echtes italienisches Eis essen wollten – und wooow das haben wir bekommen. Hier findet ihr die Eisdiele auf Google Maps, wirklich sehr zu empfehlen: https://goo.gl/maps/7RZqFLyZjSA2

Am Nachmittag ging es dann für uns zurück zum Flughafen. Wir nahmen wieder den Bus von Terravision vom Bahnhof Termini, der uns direkt zum Flughafen brachte.

Rom als Blind Booking Kurzreise, Fazit

Unser Kurztrip war wirklich genial. Wir haben nette Leute kennengelernt, uns die Stadt angeschaut und viele lustige Sachen gemeinsam erlebt. Eine Reise, die wir nicht so schnell vergessen werden. Wir haben anschließend beschlossen, dass wir nun jedes Jahr gemeinsam eine Blind Booking Reise machen werden. Mal sehen wohin es uns das nächste mal verschlägt 🙂 Wir werden davon berichten.

 

Collosseum - blind booking Rom

 

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